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Hyaluronsäure (Sodium Hyaluronate) - alle Fakten

Hyaluronsäure ist eine vom Körper selbst hergestellte gelartige, durchsichtige Substanz, die natürlich im Körper vorkommt, vor allem in der Haut, in den Knochen und Bandscheiben, in der Gelenksflüssigkeit und im Auge. Dort ist sie für die Speicherung von Flüssigkeit verantwortlich und hält z.B. die Haut elastisch und die Gelenke geschmeidig.
von Neutrogena, 9. Juni 2026

Gelartige Hyaluronsäure Substanz

Wirkung von Hyaluronsäure

Chemisch gesehen besteht Hyaluronsäure aus einer Kette vieler kleiner Verbindungen, die wiederum aus einer Art Zucker bestehen. Der enthaltene Zucker in der Hyaluronsäure sorgt für eine Bindung von Wasser. Dabei kann ein Gramm Hyaluron bis zu 6 Liter Wasser binden. Aufgrund dieser natürlichen Eigenschaften ist  Hyaluronsäure   einer der am häufigsten genutzten Wirkstoffe in der (Anti-Aging-) Kosmetik , aber auch im orthopädischen Bereich.

Hyaluronsäure in der Kosmetik

Wenn mit den Jahren die Bildung von Hyaluron im Körper langsam nachlässt, wird unsere Haut zunehmend trockener und es entstehen Fältchen, die sich folglich zu Falten entwickeln. Da liegt es doch auf der Hand, dem Körper die verlorengegangene Hyaluronsäure zurückzugeben. Sie kann zum Beispiel als Bestandteil von Cremes oder Gels zur Hautstraffung und zur effektiven Feuchtigkeitspflege eingesetzt werden. Erfahre mehr unter Creme mit Hyaluron

Hyaluron-Spritzen

Hyaluron gibt nicht nur der Haut Feuchtigkeit zurück, es hat ebenfalls einen Effekt auf die Gelenke. Ob Hüfte, Knie oder Fußgelenke: Bei den meisten Gelenkbeschwerden verschleißen die Knorpel und reiben schmerzhaft aufeinander. Am Ende heißt die Diagnose Arthrose. Hier werden zur Behandlung Hyaluronsäure-Spritzen direkt in die Zwischenräume der Gelenke gesetzt.

Da Hyaluronsäure ein natürlicher Bestandteil der Gelenkschmiere ist, wird so die  Beweglichkeit des Gelenks  gefördert. Und auch in der Schönheitschirurgie werden Hyaluronsäure-Spritzen für  Lippen- und Nasenkorrekturen  und sogar bei  Brustvergrößerungen  eingesetzt.

Hyaluron als Nahrungsergänzungsmittel

Hyaluronsäure kann nicht nur in Form von Cremes oder Spritzen, sondern auch als Kapseln, Pillen oder Pulver oral eingenommen werden. Diese Supplemente sollen von innen heraus für  glatte Haut, straffes Bindegewebe, stärkere Nägel, kraftvolles Haar und flexible Gelenke  sorgen.

Woraus wird Hyaluronsäure hergestellt?

Früher wurde die Hyaluronsäure aus tierischen Materialien, vor allem aus Hahnenkämmen extrahiert (Hahnenkamm-Extrakt). Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass das darin enthaltene Vogeleiweiß bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen führt.

Daher wurde Ende der 90er Jahre die biotechnologische Herstellung entwickelt, bei der die Hyaluronsäure  durch bakterielle Fermentation  gewonnen wird. Die „ vegetarische Hyaluronsäure “ ist nicht nur reiner als ihr tierisches Pendant, und führt daher auch nicht zu allergischen Reaktionen, sondern hat auch ein höheres Molekulargewicht und kann damit  noch mehr Flüssigkeit binden .

Hat Hyaluronsäure Nebenwirkungen?

Da Hyaluron ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers ist, ist es  in der Regel gut verträglich .

Hier kommt es vor allem auf die Art der Verabreichung an:

  • Cremes und Gele mit Hyaluronsäure sind sehr gut verträglich, hier kommt es nur selten zu leichten Hautirritationen.

  • Auch die Einnahme von Hyaluronsäure- Kapseln  ist bei korrekter Dosierung unbedenklich.

  • Bei der  Injektion  von Hyaluronsäure Gel kann es nur in Einzelfällen zu allergischen Reaktionen, Blutergüssen, Klümpchenbildung, Farbveränderungen und Flüssigkeitseinlagerungen kommen.

Häufig gestellte Fragen zu Hyaluronsäure

Der absolut wichtigste Skincare-Hack bei Hyaluronsäure lautet: Trage sie immer auf die leicht feuchte (handtuchtrockene) Haut auf! Da Hyaluronsäure wie ein Schwamm wirkt und ein Vielfaches ihres eigenen Gewichts an Wasser binden kann, benötigt sie Feuchtigkeit aus der Umgebung. Trägst du sie auf komplett trockene Haut auf, könnte sie der Haut im schlimmsten Fall sogar Feuchtigkeit entziehen und ein Spannungsgefühl hinterlassen.

Hochmolekulare (langkettige) Hyaluronsäure hat große Moleküle. Sie dringt nicht tief in die Haut ein, sondern bildet einen feuchtigkeitsspendenden Film auf der Oberfläche, der sofort aufpolsternd wirkt und kleine Trockenheitsfältchen glättet. Niedermolekulare (kurzkettige) Hyaluronsäure hat viel kleinere Moleküle. Sie dringt tief in die Hautschichten ein, speichert dort langfristig Feuchtigkeit und sorgt für einen nachhaltigen Anti-Aging-Effekt. Die besten Cremes kombinieren beide Arten.

Ja, absolut! Da Hyaluronsäure eine körpereigene Substanz ist, ist sie extrem gut verträglich. Du kannst (und solltest) feuchtigkeitsspendende Cremes oder Seren mit Hyaluronsäure problemlos jeden Tag verwenden – sowohl morgens als auch abends in deiner Skincare-Routine.

Hyaluronsäure ist der perfekte Teamplayer in deiner Pflege-Routine. Du kannst sie hervorragend mit aktiven Wirkstoffen wie Retinol, Vitamin C oder chemischen Peelings (AHA/BHA) kombinieren. Sie hilft sogar dabei, die oft austrocknenden oder irritierenden Effekte von starken Anti-Aging-Wirkstoffen wie Retinol abzupuffern, indem sie die Hautbarriere beruhigt und intensiv mit Feuchtigkeit versorgt.

Einer der größten Vorteile von Hyaluronsäure ist der Sofort-Effekt: Bereits wenige Minuten nach dem Auftragen wirkt die oberste Hautschicht praller, frischer und intensiv durchfeuchtet. Für eine nachhaltige Stärkung der Hautbarriere und eine tiefergehende Reduzierung von feinen Linien (durch kurzkettiges Hyaluron) solltest du das Produkt jedoch mindestens vier Wochen lang täglich anwenden.

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